Vermögen

Grössere Vermögensungleichheit

Mit der Krise hat sich die Vermögens-Ungleichheit in der Schweiz leicht entschärft. Dennoch ist sie im Vergleich zu den 1990er-Jahren grösser geworden. 1997 besassen „erst“ 3.0 Prozent aller SchweizerInnen die Hälfte aller Vermögen, 2008 waren es nur noch 2.6 Prozent. Die Schweiz ist damit eines der ungleichsten Länder der Welt.

Einkommen ohne Leistung

Wer Vermögen besitzt, bezieht alleine aufgrund des Besitzes – und ohne weitere Leistung – Einkommen (z.B. Zinsen oder Erträge auf Wertschriften und Immobilen). Diese Vermögenseinkommen der privaten Haushalte sind stark gestiegen, weil die Unternehmen immer mehr Gewinne ausschütten. Davon haben aber nur wenige profitiert, da die Vermögen und insbesondere die Aktien, welche zum Bezug der Gewinnausschüttung berechtigen, nur sehr ungleich verteilt sind.

Vermögensungleichheit verschärft Einkommensungleicheit

Selbst 2008, als die Gewinn- und Aktienkurse wegen der Finanzkrise einbrachen, bezogen die Reichsten horrende Vermögenseinkommen und verschärften die Einkommensungleichheit weiter. Schätzungsweise bezogen die vermögendsten 0.1 Prozent (rund 4‘800 Steuerpflichtige) im Jahr 2008 durchschnittlich 2.5 Millionen Franken Einkommen aus ihrem Vermögen. Das sind pro 6‘888 Franken pro Tag – und deutlich mehr als die Mehrheit der Arbeitnehmenden mit ihrer Arbeit im Monat verdient (Der Medianlohn betrug 2008 5‘823 Franken).

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